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Case report

Erhöhen Antidepressiva in der Schwangerschaft das Risiko für Autismus und ADHS?

Aug 2026 · 0 citations

Abstract

Eine Metaanalyse von 37 Studien mit über 25 Millionen Schwangerschaften stellte eine Verbindung zwischen pränataler Antidepressivagabe und einem leicht erhöhten ADHS- und Autismusrisiko fest. Die Qualität der Evidenz wurde jedoch als sehr niedrig eingestuft. Diese Signale verloren nach Adjustierung für mütterliche Erkrankungen, Genetik und gemeinsame Umweltfaktoren ihre statistische und klinische Signifikanz. Nur Trizyklika (Amitriptylin, Nortriptylin) wiesen weiterhin ein Signal auf. Das gleiche unadjustierte Muster bei väterlicher Einnahme spricht für einen Konfundierungseffekt. Die Beratung sollte als Risiko-Risiko-Abwägung erfolgen, bei der die psychische Gesundheit der Mutter gegen die fetale Exposition abgewogen wird. Dabei sollte auf konfundierungsbewusste Studiendesigns wie Geschwistervergleiche hingewiesen werden. Sofern ein Antidepressivum anderweitig indiziert ist, stützt die Evidenz weder ein Absetzen noch eine Dosisreduktion während der Schwangerschaft.

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