Vaskulitis-MRT
Abstract
Zusammenfassung Die Magnetresonanztomografie (MRT) gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Diagnostik und Verlaufskontrolle von Großgefäßvaskulitiden. Sie erlaubt die hochauflösende Darstellung der Gefäße des Schädels (Kopfschwartenarterien und intrakranielle Arterien) als auch der Aorta und ihrer großen Abgänge ohne Strahlenbelastung. Dabei erfasst sie sowohl Gefäßwandentzündungen als auch strukturelle Komplikationen wie beispielsweise Aneurysmata oder Stenosen. Nach den aktuellen EULAR-Leitlinien (2023) kann die MRT als Alternative zum Ultraschall zur Diagnostik der Riesenzellarteriitis (RZA) eingesetzt werden und ist die bevorzugte Bildgebung zur Diagnostik der Takayasu-Arteriitis (TAK) 1 . MRT, Fluordeoxyglukose-Positronen-Emissions-Tomografie (FDG-PET) oder Ultraschall können zudem bei Rezidivverdacht oder nicht aussagekräftigen Laborparametern zur Verlaufsbeurteilung genutzt werden 1 . Die Magnetresonanzangiografie (MRA) ermöglicht auch die Langzeitkontrolle struktureller Gefäßschäden. Dieser Übersichtsartikel stellt Indikationen, technische Grundlagen, typische Befunde und Limitationen der MRT bei Großgefäßvaskulitiden dar und bietet praxisnahe Hinweise für den klinischen Alltag.