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Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung

Oct 2026 · Trauma Kultur Gesellschaft · 0 citations · 28 references

Abstract

Menschenhandel zur sexuellen Ausbeutung ist eine schwere Menschenrechtsverletzung, von der weltweit oft Frauen und Mädchen betroffen sind. Der vorliegende Beitrag skizziert die Versorgungssituation in Deutschland nach Einführung des neuen Sozialen Entschädigungsrechts (SER) in Traumaambulanzen. Hierzu werden Studienergebnisse zu möglichen psychischen Folgen sowie zur psychotherapeutischen Behandlung diskutiert und um eigene klinische Erfahrungen in der Begleitung betroffener Frauen ergänzt. Psychotherapeut:innen werden in dieser Arbeit mit komplexen fachlichen Fragestellungen konfrontiert, auf die sie oft nur unzureichend vorbereitet sind – zumal es an evidenzbasierten Behandlungsansätzen zu den Folgen von kommerzieller Ausbeutung mangelt. Hinzu kommen ethische Dilemmata, die sich an den Schnittstellen von Psychotherapie, den Schutzbedarfen von Betroffenen und Risikogruppen sowie rechtlichen Verfahren (Straf-, Sozialund Aufenthaltsrecht) bewegen. Der Beitrag plädiert für eine nicht nur traumafokussierte, sondern auch diskriminierungsund kultursensible Weiterentwicklung psychotherapeutischer Behandlungsangebote und reflektiert damit verbundene Implikationen.

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